Fastfood schädigt unser Immunsystem

Viel ungesundes Fett, viel Zucker, viele leere Kalorien und wenig Ballaststoffe – typisch Fastfood. Dass uns diese Art der Ernährung nicht gut tut, blenden wir gern aus. Jetzt steht fest: Unser innerer Arzt wird trotzdem aktiv und ruft unsere Körperabwehr auf den Plan. Die reagiert auf Pommes und Burger wie auf eine Infektion mit Bakterien, die beispielsweise eine Durchfallerkrankung oder eine Harnwegsentzündung hervorrufen könnten. Das Immunsystem wird in Alarm versetzt – und das nicht nur, bis wir die Mahlzeit verdaut haben, sondern dauerhaft. Das hat gerade eine Studie der Universität Bonn gezeigt.

Entzündung verursacht Daueralarm

Darin stellten die Forscher fest, dass Junk Food offenbar zu einer Entzündung im ganzen Körper führt. Im Blut zirkulieren mehr Immunzellen. Das  weist darauf hin, dass die körpereigenen Abwehrkräfte aggressiver werden. Der Grund: Offenbar gibt es eine Art chemischen Sensor in unserem Blut, der durch bestimmte Inhaltsstoffe aus ungesunder Nahrung aktiviert wird. Schon kleine Reize dieser Art sorgen dafür, dass entzündliche Botenstoffe ausgeschüttet werden.

Nun ist ein starke Immunantwort unseres Körpers auf „Angriffe“ von außen ja erst einmal nichts Schlechtes. Das Problem ist aber, dass diese Botenstoffe Gene im Immunsystem umprogrammieren, so dass dauerhaft vermehrt Abwehrzellen zur Verfügung stehen. Und diese reagieren sensibel und rufen Entzündungen hervor – selbst wenn wir nicht mehr zu Fastfood greifen. Regelmäßige kulinarische Ausrutscher brennen sich also langfristig ins Gedächtnis unseres Immunsystems ein. Dann kann es selbst bei einer Handvoll Chips zu einer erneuten Entzündungsreaktion in unserem Körper kommen. Nicht gut für uns. Denn solche Entzündungen – das weiß die Medizin heute – können die Entstehung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Arteriosklerose und Diabetes Typ 2 begünstigen. Und dazu führen, dass wir vorzeitig altern.

Sinkt deswegen unsere Lebenserwartung?

So müssen wir uns vermutlich nicht wundern, dass eine schlechte Ernährung uns krank macht. Und dazu führt, dass wir schneller altern, als uns lieb ist. Erste Statistiken zeigen bereits eine Trendwende in der durchschnittlichen Lebenserwartung. Während sie in den Industrienationen lange Zeit kontinuierlich gestiegen ist, sinkt sie zum Beispiel in den USA, dem Fastfood-Mutterland, seit einiger Zeit schon wieder. Auch bei uns scheint der Zenit überschritten zu sein; Versicherungsunternehmen sehen erste Anzeichen dafür. Kostet uns unser schlechtes Essen also wertvolle (gesunde) Lebenszeit? Grund genug, genauer hinzuschauen, was auf den Teller kommt!

„Die meisten Menschen graben sich ihr Grab mit den eigenen Zähnen.“

Chinesisches Sprichwort

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