Gute Vorsätze: Klavier spielen hält jung

Group Of Seniors Standing By Piano And Singing TogetherAbnehmen, mehr Sport treiben, weniger fernsehen? Haben Sie schon einen guten Vorsatz fürs neue Jahr? Versuchen Sie es doch mal mit Klavier spielen. Wer regelmäßig in die Tasten haut, regt sein Gehirn an und verbessert so die Vernetzung der Zellen. Vor allem Hirnregionen, die für Bewegung und Wahrnehmung zuständig sind, sollen davon profitieren. Ob sich so auch Reaktionsfähigkeit, Gedächtnis und Stimmung bessern, will Professor Eckart Altenmüller, Neurologe und Musikwissenschaftler, jetzt in einer Studie mit Menschen über 64 herausfinden. Für den Direktor des Instituts für Musikphysiologie und Musikermedizin an der Hochschule für Musik, Theater und Medien in Hannover steht jedoch jetzt schon fest: Musizieren hält jung. „Dazu gibt es bereits Studien“, sagt der Experte in einem Interview mit der „Ärzte Zeitung“. „So wurde festgestellt, dass die Gehirne von musizierenden Amateuren im Schnitt etwa fünf Jahre jünger sind als die Gehirne von Menschen, die keine Musik machen.“

Bisher nutzen Mediziner den heilenden Effekt von Musik bei der Therapie von Patienten mit Parkinson, Multipler Sklerose und nach Schlaganfällen. Denn: Wer nicht nur seinen Lieblingsstücken lauscht, sondern auch aktiv Tonleitern übt, kann dadurch sogar neue Zellen im Gehirn bilden und so Defizite ausgleichen. Diese „Neuroplastizität“, wie die Wissenschaftler sagen, gilt als Jungbrunnen für den Kopf. Ein Versuch lohnt sich also. Und Spaß macht das Musizieren allemal. Ein Trost für alle, die trotzdem keine Lust auf schwarze und weiße Tasten haben: Andere kreative Tätigkeiten wie malen, zeichnen oder töpfern halten ebenfalls geistig fit und jung.

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Murphy Witt

Bildrechte: Monkey Business/Fotolia

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