Hurra, die ersten Kirschen!

IMG_4023Klein, süß, lecker – und selbst gepflückt. Die ersten frühen Kirschen lassen fast schon Sommerfeeling aufkommen. Glücklich machen sie mich allemal. Denn seit der Baum in meinem Garten steht, habe ich es noch nie geschafft, einige von den Früchten zu ernten. Die Vögel waren immer schneller!

Doch dieses Jahr hatte ich mir fest vorgenommen, endlich auch einmal zum Naschen zu kommen. Täglich beobachtete ich meinen Baum. Die Blüte war üppig, warme und sonnige Tage im zeitigen Frühjahr bescherten eine wahre Pracht. Doch dann kamen noch mal Kälte, Hagel, Starkregen, und ich befürchtete schon, dass die Ernte eher dürftig ausfallen würde. Endlich entdeckte ich die ersten  grünen Mini-Kirschen. Doch auch davon gingen beim nächsten heftigen Gewitter noch etliche verloren. Aber irgendwann erröteten die ersten Früchtchen – und das Treiben im Baum nahm zu. Die Spähtrupps meiner gefiederten Freunde hatten offenbar ebenfalls den Reifungsprozess beobachtet und schienen mit dem Ergebnis für ihre Ansprüche bereits zufrieden zu sein. Die Plünderung begann. Und meine Ungeduld wuchs.

Endlich, ein paar Sonnentage später, war es so weit: Der Naschtest ergab, dass der große Augenblick gekommen war. Ich holte eine Leiter und stieg in den Baum. Während über mir Drosseln ihr Frühstück pickten, pflückte ich weiter unten alle Kirschen, die ich erreichen konnte. Stolz und glücklich brachte ich meine Ausbeute in Sicherheit. Groß ist sie nicht. Für einen üppigen Kirschkuchen würde die Menge nicht reichen. Der Ertrag in der Krone ist vermutlich ergiebiger. Egal. Ich werde die Früchte so in den Mund stecken. Jede einzelne Kirsche genießen. Und mich am Gesang meiner Vögel freuen.

Murphy Witt

Bildrechte: Monika Murphy-Witt

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