Weltglückstag: Lucky statt happy

Erinnern Sie sich? Als Pharrell Williams Ende 2013 seinen Hit veröffentlichte, swingte die ganze Welt im „Happy“-Rhythmus. Lawinenartig verbreitete sich die Happiness-Welle, schwappte innerhalb kürzester Zeit von Paris über Prag bis Eilat. Ganze Städte tanzten, alle waren happy. Fröhlich, unbeschwert, lebensfroh. Doch waren diese Menschen deshalb auch glücklich?

Glück steckt weder in Popsongs noch in Keksen, wir finden es nur in uns selbst. Wer alle Widrigkeiten des Lebens mit gewollter, vielleicht sogar aufgesetzter Fröhlichkeit wegswingt, verliert seine eigenen Gefühle und Bedürfnisse aus den Augen. Und nimmt sich letztendlich selbst die Chance, zu reifen, sich weiterzuentwickeln und sein Leben in seiner ganzen Fülle bis zum Ende auszukosten. Wer wirklich glücklich ist, empfindet sein Leben als stimmig, ist rundherum zufrieden damit und dankbar dafür, dass alles so ist, wie es ist, ohne die eigenen Grenzen zu verleugnen. Er ruht in sich selbst, ist bei sich angekommen und eins mit sich selbst, ist emotional satt und ausgeglichen und fühlt sich vom Glück begünstigt. Ein Glückspilz eben. Lucky me! 

Wer happy ist, muss also nicht unbedingt lucky sein. Um diesen tieferen und dauerhafteren Zustand von Glück zu erreichen, müssen wir offen dafür sein, jederzeit über das Glück in unserem Leben zu stolpern. Über die kleinen Momente des Alltagsglücks inmitten banaler Verpflichtungen. Über die Dinge, die unsere Seele anrühren und sie ganz plötzlich zum Schwingen bringen. Und über die berühmten Zufälle, die uns im richtigen Augenblick am richtigen Ort sein lassen, und durch die wir so genau das finden, was uns bisher gefehlt hat, auch wenn wir nicht bewusst danach gesucht haben. Die glücklichen Zufälle, die unser ganzes Leben im Nu verändern. Lebensglück. „Serendipität“ nennen Wissenschaftler diese Fähigkeit. Eine Haltung, die es uns ermöglicht, wirklich glücklich zu sein. Vielleicht kann uns Glücksgott Ganesha dabei helfen. Die Augen müssen wir aber schon selbst aufmachen, um das Glück, das auf der Straße liegt, für uns zu entdecken. Und jeden Tag unser Leben so, wie es jetzt gerade ist, in vollen Zügen zu genießen. Denn: Wer lucky ist, kann durchaus auch happy sein!

Zum Mitswingen: https://www.youtube.com/watch?v=y6Sxv-sUYtM

Mehr Alltagsglück unter https://lucky-aging.de/2016/03/20/weltglueckstag-lob-des-kleinen-gluecks/

Murphy Witt

Bildrechte: Monika Murphy-Witt

Ein Kommentar zu “Weltglückstag: Lucky statt happy”

  1. Rainer Ostendorf

    Der Artikel gefällt mir. Schöne Grüsse aus der Freidenker Galerie, in der ich mich auch mit dem Thema Glück beschäftige.

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