Bücher sind Lebenselixier

Kurz fiel er aus, mein Spaziergang an der frischen Luft heute. Das Wetter war einfach zu mies. Schnell landete ich mit einem Buch auf dem Sofa. Doch ein schlechtes Gewissen habe ich deswegen nicht mehr. Schließlich hat die Wissenschaft inzwischen herausgefunden: Nicht nur Bewegung, auch Lesen verlängert das Leben.

Gezeigt hat das die amerikanische „Health and Retirement Study“, die bereits seit 1990 das Leben älterer Menschen verfolgt und unter verschiedenen Aspekten untersucht: Die Senioren, die am häufigsten etwas lasen, hatten ein um 20 Prozent verringertes Sterberisiko. Bis zu 23 Monate mehr Lebenszeit stellten die Forscher fest. Dabei reichte es schon, täglich eine halbe Stunde mit geschriebenen Wörtern zu verbringen. Allerdings schienen Bücher dabei ein wirkungsvolleres Lebenselixier zu sein als Tageszeitungen oder Zeitschriften. Warum das so ist, können die Wissenschaftler nicht erklären. Wenn ich mir allerdings die gegenwärtige Nachrichtenlage und die oft hohlen Banalitäten, die einige Gazetten verbreiten, anschaue, glaube ich gern, dass ein gutes Buch eher Spuren im Gehirn hinterlässt und so einen Effekt darauf hat, ob wir gesund bleiben und uns wohl fühlen.

Ich freue mich jedenfalls auf die nächsten Schlechtwettertage. Und habe für solche „Notfälle“ immer ein Buch in Reserve. So konnte ich heute zu Juli Zehs Gesellschaftsroman „Unterleuten“ greifen, der noch ungelesen bei mir im Regal lag. Welch Alltagsglück! Ein wahres Geschenk – für mich und mein Leben. Und was lesen Sie gerade?

 

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Murphy Witt

Bildrechte: ilya_oreshkov/Fotolia

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