Rückenschmerzen: Trainieren statt schulen

Man hätte es fast vermuten können: Die Rückenschule, in die seit fast 50 Jahren Menschen mit anhaltenden Schmerzen geschickt werden, bringt nicht viel. Zumindest nicht bei chronischen Beschwerden in der unteren Lendenwirbelsäule. Und nicht auf Dauer. Das hat kürzlich eine Analyse von 31 Studien zu solchen Programmen, die Forscher von der Universität Alberta in Kanada durchgeführt haben, gezeigt. Rückenschonend sitzen, Taschen tragen oder Getränkekisten anheben – das, was Betroffene mit Unterstützung von Experten in Reha-Kliniken, Krankenkassenkursen oder Volkshochschulen üben, zeigt danach keine nachhaltigen Erfolge. Nach vier bis sechs Monaten ist das Erlernte offenbar wieder verpufft, rückenschädigende Bewegungsmuster und Gewohnheiten haben wieder die Regie übernommen. Kein Wunder, dass die Schmerzen dann oft erneut aufflammen. Klassenziel verfehlt.

Doch statt erneut die Kursbank zu drücken, ist es besser, in Bewegung zu kommen. Da sind sich alle Mediziner einig. Sich schonen? Besser nicht! Bereits bei akuten Schmerzen sollte, nach Abklärung, ganz vorsichtig mit Physiotherapie begonnen werden. Und um erneuten Schmerzattacken vorzubeugen, ist regelmäßiges Training das Beste, was Sie für sich und Ihren Rücken tun können. Das hält beweglich, kräftigt die Muskulatur und dehnt die Faszien. Ganz nebenbei baut es außerdem Stress ab. Nicht unwichtig, denn der fördert – wie Forscher inzwischen herausgefunden haben – schon in kleinen Dosen die Entstehung von Schmerzen. Bewegung kann dies verhindern. Einmal Rücken, immer Rücken – das muss also nicht sein. Vorausgesetzt, Sie werden selbst aktiv.

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Murphy Witt

Bildrechte: Robert Kneschke/Fotolia

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