Aromatherapie: Punktgenaue Dufthilfe

_DSC6702_1

„Das tut weh“, beklagen sich einige. Ich spüre bisher nicht viel. Keinen Schmerz, keine unangenehme Empfindlichkeit, keine Verdickung unter meinen Fingerspitzen. Die kreisen mit sanftem Druck auf meinem Brustkorb, etwa eine Handbreit unter den Schlüsselbeinen. Dort sollen links und rechts zwei Punkte sitzen, über die wir unsere Organe und Körperfunktionen selbst beeinflussen können. „Beide korrespondieren mit dem Herz und dem Dreifacherwärmer-Meridian. Das ist die Energiebahn, die sowohl Lunge und Herz erwärmt, als auch Magen, Milz, Leber, Nieren, Blase und Darm, also alle Verdauungs- und Ausscheidungsorgane reguliert. Und außerdem unterstützt sie das Lymphsystem“, sagt Ursula Bellgardt, die den Workshop heute leitet. Konzentriert spüre ich in mich hinein. Warm wird mir. „Wunderbar“, meint die Therapeutin. „Wenn nichts schmerzhaft oder unangenehm ist, dann gibt es in diesem Bereich aktuell keinen Stau.Trotzdem kommt durch die Massage etwas in Fluss.“

_DSC6706_1

„Neurolymphatische Reflexpunkte“ heißen diese sensiblen Stellen, von denen es etliche an unserem Körper gibt. Einige von ihnen stehen direkt mit einem Organ wie dem Dickdarm oder der Gallenblase in Verbindung, andere mit Meridianen, die verschiedene Systeme beeinflussen. Entdeckt hat sie vor fast 100 Jahren der amerikanische Osteopath Francis Chapman. Wir lernen heute Punkte kennen, die unser Lymphsystem aktivieren können, wenn wir sie reiben, klopfen oder massieren. Durch diese Stimulation können wir selbst den Transport der täglich etwa zwei Liter Körperwasser, der Lymphe, und damit die „Müllabfuhr“ in den Lymphbahnen anregen. Das stärkt die Immunabwehr, gleicht Dysbalancen im Körper aus und hält uns so gesund.

„Unterstützen lässt sich diese Selbstmassage durch das Auftragen ätherischer Öle“, sagt Ursula Bellgardt. Sie kennt sich aus. Seit Jahren beschäftigt sie sich mit Aromatherapie und der Raindrop Technique, einer speziellen Massageform. Dabei werden besondere reine ätherische Öle eingesetzt, die weder verdünnt noch verschnitten oder künstlich gemischt sind, wie das bei anderen Ölen fast immer der Fall ist. Zur Aktivierung des Lymphsystems, Entgiften und Entschlacken empfiehlt sie besonders Zitrusöle: Orange, Grapefruit, Zitronengras, Limette, Tangerine. Sie können verdünnt und mit einem neutralen Trägeröl gemischt direkt auf die Haut an den Reflexpunkten aufgetragen werden. Wer sie das erste Mal benutzt, sollte vorsichtshalber unter den Fußsohlen ausprobieren, wie er sie verträgt. Wichtig ist auch: Bei der Anwendung von Zitrusölen sollte die Haut drei, vier Tage lang nicht direkt dem Sonnenlicht ausgesetzt werden, da sie empfindlicher auf das Licht reagieren kann.

Ursula Bellgardt reicht die kleinen Ölfläschen herum. Wir schnuppern, probieren einen Tropfen am Handgelenk, schnuppern wieder. Schnell ist alles um uns herum in frische Zitrusdüfte getaucht. „Verdünnt in Wasser kann man einige dieser sehr reinen Öle sogar innerlich anwenden“, erklärt die Therapeutin. Und verrät uns zum Schluss noch ein Rezept für eine „Lymphmischung“: 3 Tropfen Zypresse, 1 Tropfen Orange und 2 Tropfen Grapefruit in einen halben Liter Wasser geben und nach Bedarf mit Agavensirup süßen. Davon mehrmals täglich ein Glas trinken, das kurbelt die Ausscheidung an. Schmeckt sehr lecker. Das werde ich ausprobieren. Wach und mit frischer Energie mache ich mich auf den Heimweg.

Mehr Infos unter http://www.lightdroppers.com.

Die ätherischen Öle werden von Young Living Essential Oils hergestellt.
Zu bestellen sind sie unter http://www.ursula-bellgardt.de.

Murphy Witt

Bildrechte: Siegmar Witt

Ein Kommentar zu “Aromatherapie: Punktgenaue Dufthilfe”

  1. Sabine Radermacher

    Sehr schöner Tipp!Danke Ursula weiter so!!!Liebe Grüße Sabine

Schreiben Sie uns doch einen Kommentar.

Ihre eMail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Theme designed by pannasch.net