Zauberwort DANKE

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Kennen Sie das Zauberwort, das Augen strahlen und  das Gesicht lächeln lässt, das Falten glättet und sofort die Stimmung hebt? Klein und unscheinbar ist es. Oft kommt es leise daher, fast schüchtern oder verschämt. Oft platzt es, lange zurückgehalten, plötzlich ohne Vorwarnung ins Leben. Oft wird es nur mechanisch ausgesprochen, eine kraftlose Standardfloskel, die weit hinter ihren Möglichkeiten zurückbleibt. Und oft vergessen wir es ganz, leider. Denn das Wort DANKE kann Großes bewirken, wenn es uns zusammen mit ehrlichen Gefühlen über die Lippen kommt.

Es gibt wenige Worte, deren Gebrauch nicht inflationär und langweilig werden kann. DANKE ist eines davon. Wir können es gar nicht oft genug sagen. Es schenkt uns mehr als Schokolade in Kindertagen. DANKE kann loben und Selbstvertrauen stärken, Freude wecken und Schmerz lindern, Türen öffnen, Chancen gewähren und Berge versetzen. DANKE kann aufrichten, motivieren, wärmen, zufrieden und glücklich machen – andere, aber auch uns selbst. DANKE kann an einem tristen Tag Sonne in den Alltag bringen.

Haben Sie schon mal bewusst beobachtet, welche Wirkung Ihr DANKE bei anderen hervorruft? Welche magische Wirkung ein DANKE haben kann, gerade wenn es unerwartet kommt? Wie es ein fremdes alltagsgraues Gesicht im Nu glänzen lässt und eine Beziehung herstellt. Und wie fühlen Sie sich dann? Wer nicht nur pro forma ein DANKE stammelt, sondern es wirklich mit dem Gefühl von Dankbarkeit ausspricht, löst bei seinem Gegenüber ebenso wie bei sich selbst eine ganze Kaskade von Prozessen im Körper aus. Neurobiologen wissen inzwischen, dass unsere Gedanken mit Gefühlen verknüft sind und dass diese wiederum Reaktionen hervorrufen, im Gehirn ebenso wie in unserem Herzen, in Muskeln, Blutgefäßen und Organen. So kann DANKE Stress abbauen, den Blutdruck senken und uns entspannter und fröhlicher durch unsere Pflichten bringen. Uns Zufriedenheit im Leben „zaubern“.

Wertschätzung für andere und Dankbarkeit für das, was das Leben für uns bereit hält, können einen großen Beitrag dazu leisten. Pschologen haben festgestellt: 50 Prozent unserer Lebenszufriedenheit sind genetisch bedingt, zehn Prozent bestimmen die Umstände, in denen wir leben. Aber die restlichen 40 Prozent können wir selbst beeinflussen. Und dabei geht es nicht darum, sich etwas schön zu reden oder den Alltag ausschließlich durch eine rosarote Brille zu sehen. Es geht um die Perspektive, wie wir unser bisheriges und unser jetziges Leben betrachten und bewerten. DANKE zu sagen, für das, was gut ist, was uns gelungen ist, was wir erleben durften. Und anderen dafür zu DANKEN, dass sie für uns da waren und da sind. Wagen Sie das Experiment. Wofür sind Sie dankbar?

„Wir sind für nichts so dankbar wie für Dankbarkeit.“

Marie Freifrau von Ebner-Eschenbach

Murphy Witt

Bildrechte: Monika Murphy-Witt

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