Fernflüge: Kompressionsstrümpfe ins Handgepäck

The planeHässlich und kalt ist es draußen. Da steigt man am besten in einen Flieger Richtung Sonne. Asien, Australien, Neuseeland, Seychellen locken. Dort ist es wunderbar warm. Das hebt die Stimmung und spart Heizkosten. Wenn nur die Flüge dorthin nicht so lang wären! Bei den Sparmaßnahmen vieler Fluggesellschaften oft kein Vergnügen – und nicht selten sogar gefährlich. Denn wer stundenlang bewegungslos in engen Sitzen über den Wolken verbringt, riskiert nicht nur geschwollene Füße und schwere Beine, sondern schlimmstenfalls eine Thrombose. Trockene Kabinenluft und mangelnde Bewegung lassen das Blut langsamer durch die Körper fließen. Es verdickt sich, Gerinnsel können sich bilden, und schnell ist eine Vene verstopft. Löst sich der Pfropf, kann er eine lebensbedrohliche Lungenembolie verursachen.

Alle, die es in ferne Länder zieht, sollten deshalb vorab ihr Thromboserisiko überprüfen. Bei rund zehn Prozent aller Bundesbürger ist es von Geburt an erhöht. Schuld an dieser „Thrombophilie“ sind Gendefekte, die einen Mangel an gerinnungshemmenden Stoffen oder Enzymen, die Gerinnsel abbauen, verursachen. Gab es in der Familie bereits häufiger Thrombosen, sollte der Arzt dies durch Bluttests checken. Wer weiß, dass er gefährdet ist, kann besser vorbeugen. Und während des Flugs möglichst Kompressionsstrümpfe tragen. Das gilt auch für alle, die übergewichtig sind, bereits Krampfadern, Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder eine chronisch-entzündliche Krankheit wie Rheuma haben.

Außerdem wichtig zur Vorbeugung: einen Gangplatz wählen, viel trinken, so oft wie möglich aufstehen und wenigstens alle zwei Stunden Fußgymnastik machen. Die Durchblutung fördert Buchweizenkraut-Tee. Dieses Gefäßtonikum ist auch in Beuteln erhältlich, die man sich an Bord mit heißem Wasser aufgießen lassen kann. Champagner gibt es dann wieder nach der Landung in der Sonne.

 

„Mit den Beinen läuft man nicht in den Himmel.“

Sprichwort

 

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