Lesen sorgt für gute Laune

Ich geb’s zu: Ich bin eine LeLe, eine leidenschaftliche Leserin. Keine Fahrt in der S-Bahn, kein Warten beim Zahnarzt, kein verregneter Sonntagnachmittag ohne Buch. Lektüre lässt mich schmunzeln und weinen. Sie entführt mich in andere Welten, tröstet und entspannt mich. Ich fiebere mit den Protagonisten, entdecke Absonderlichkeiten, korrigiere ab und zu meine Sicht auf den Alltag und schwelge in Träumen. Lesen ist eine meine Lieblingsbeschäftigungen. Wie Gärtnern ohne Dreck unter den Fingernägeln. Es zaubert mir ein wohliges Gefühl in Kopf und Bauch.

Was ich schon lange für mich entdeckt habe, hat eine Studie der Universität Liverpool sogar wissenschaftlich nachgewiesen: Lesen macht glücklich. Wer von den über 4000 Befragten mindestens 20 Minuten in der Woche zum eigenen Vergnügen in einem Buch oder E-Book schmökerte, war zufriedener mit seinem Leben als diejenigen, die nicht lasen. Ein Fünftel fühlte sich weniger einsam, und 43 Prozent der lesenden Studienteilnehmer waren sogar davon überzeugt, dass ihre Lektüre ihnen zu einem besseren Schlaf verhelfen würde.

Während Nichtleser eher zu depressiven Stimmungen neigen, fördert die Affinität zum geschriebenen Wort Wohlbefinden, soziale Beziehungen und das Gefühl, einen sicheren Platz in der Welt gefunden zu haben. Leser schätzen die Möglichkeiten, die ihnen das Leben bietet, realistisch ein und treffen leichter Entscheidungen. Romane, Krimis und Kurzgeschichten erweitern unseren Erfahrungshorizont und können uns Lebenshilfe geben. Auch wenn es darum geht, wie wir glücklich und gelassen älter werden. Damit bestätigen die britischen Forscher nicht nur meine langjährigen Erfahrungen, sondern auch das, was schon Preußenkönig Friedrich der Große wusste:

„Bücher sind kein geringer Teil des Glücks.“

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